Die Geothermie

Wärme aus dem Inneren der Erde

Unser Heimatplanet bietet nicht nur das erforderliche Lebensumfeld, sondern auch die Wärme, die wir zum Leben brauchen.

Ausgehend von einem über 6000°C heißen Erdkern strömt die Erdwärme mit einem mittleren Wärmestrom von durchschnittlich 0,0693 Watt pro qm der Erdoberfläche entgegen.
Die Abkühlung eines Kubikkilometer heißen Krustengesteins um 100°C liefert eine Wärmeenergie zum Betrieb eines Elektrizitätskraftwerkes mit einer Leistung von 30 MW über eine Dauer von 30 Jahren.

Es liegt nahe, diese nahezu nie versiegende Energiequelle zur Deckung des Wärme- und Energiebedarfs zu nutzen.

Das Potential an geothermischer Energie ist riesig. Theoretisch würde die gespeicherte Energie ausreichen, um die Welt 100.000 Jahre lang mit Energie zu versorgen.
Die vielen, geologischen, technischen und wirtschaftlichen Hindernisse lassen jedoch nur die Erschließung eines kleinen Teils zu.
Wichtigster Vorteil der Geothermie gegenüber anderen erneuerbaren Energieträgern ist die ständige Verfügbarkeit unabhängig von der Tages- und Jahreszeit, von Wind und Wetter und der geographischen Lage.

 

 

Geysir auf Island
Geysir auf Island

Geothermie in Erding

In der Kreisstadt Erding, rund 36 km nordöstlich von München, wurde 1983 bei Suchbohrungen zur Erschließung von Ölvorkommen in einer Tiefe von 2.350 Metern eine 65°C heiße Thermalwasserquelle entdeckt.

Um diese Energie- und Wasserquelle zu nutzen, gründeten Landkreis und Stadt Erding den Zweckverband für Geowärme Erding. Dessen Ziel ist die energetische und stoffliche Nutzung des Thermalwassers. Dies geschieht durch den Betrieb einer Fernwärmeversorgung auf der Basis des Geothermie mit dem Partner Evonik New Energies GmbH, die Belieferung der THERME ERDING mit Thermalwasser und der Wasserversorgung Erding mit Trinkwasser.

Süddeutsches Molassebecken
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